+ Futterlexikon

Butter enthält in zu großen Mengen kurzkettige Fettsäuren, die abführend wirken, daher vermeiden.

Ei ist eine wunderbare tierische Eiweißquelle. Aufgrund der Salmonellengefahr sollte aber der Dotter getrennt werden und das Eiweiß nicht zur Fütterung verwendet werden. Die Eierschale einfachen klein machen und mitfüttern - Kalziumlieferant!

Gemüse ist grundsätzlich eine wunderbare Nahrungsergänzung und Lieferant für viele Vitamine, Enzyme, Mineralien und Ballaststoffe. Letztere können von Hunden und Katzen nur schwer aufgeschlüsselt werden, daher empfiehlt es sich das Gemüse möglichst klein, d.h. gehächselt oder püriert zu füttern. Die Zugabe von hochwertigen, kaltgepressten Ölen ermöglicht dem tierischen Organismus auch die fettlöslichen Vitamine zu verwerten. Bestens geignet ist jahreszeitlich erhältliches Gemüse, das frisch geerntet ist und ohne Konservierungsstoffe auskommt. Aber auch unbehandeltes Frostgemüse bereichert den Hundenapf (natürlich aufgetaut). Je frischer, desto besser und am besten roh.

Gluten ist ein Eiweißgemisch, dass in vielen Getreidesorten enthalten ist. Der Begriff entstammt dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “Kleber”.
Gluten kann ein Allergieauslöser sein. Einige Hunde und Katzen reagieren nach einiger Zeit allergisch auf glutenhaltiges Futter, werden appetitlos oder bekommen im schlimmsten Falle Durchfall und/oder Koliken.

Diese Getreidesorten enthalten Gluten:
- Roggen, Weizen, Gerste, Dinkel, Grünkern u.a.

Diese Getreidesorten enthalten kein oder sehr wenig Gluten:
- Quinoa, Reis, Wildreis, Amaranth, Buchweizen

Haferflocken werden in Deutschland noch nicht zur glutenfreien Ernährung empfohlen, da eine Verunreinigung durch glutenhaltige Getreidesorten nicht auszuschließen ist. Langzeitstudien (Finnland, Schweden) haben aber ergeben, dass eine geringe Zugabe von Hafer während einer Glutendiät nicht schädigend sei. Hafer enthält leicht verdauliches Einweiß und einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren - ist z.B. bei Rohfütterung gut geeignet.

Die bei Menschen diagnostizierbare Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ist in ähnlicher Form auch bei Tieren feststellbar. Die momentan einzigste Behandlungsmethode ist eine lebenslange Glutendiät. Die Fütterung glutenfreier Futtersorten ist dann unerlässlich. Wenn keine Glutenunverträglichkeit festzustellen ist, ist es dem Tierbesitzer überlassen, ob er glutenfrei füttern will. Bei empfindlichen Tieren sollte aber schon wegen der besseren Verträglichkeit auf eine zumindest glutenarme Ernährung geachtet werden.

Lebensmittel ohne Gluten sind durch ein Symbol gekennzeichnet: eine durchgestrichene Ähre in einem Kreis

Milch ist ein ausgezeichneter Kalzium-Lieferant.
ABER: der hohe Gehalt an Milchzucker ist für Tiere - Hunde und Katzen - schwer verdaulich! Bei ausgewachsenen Hunden führt der Milchzucker zu Fehlgärungen im Dickdarm (bei übermässiger Aufnahme), was zu Durchfall führt.

Bereits vorgegorene Milchprodukte, wie Quark, Käse oder Joghurt sind was das betrifft unbedenklich und stellen eine gute Eiweissquelle dar.

Der z.T. hohe Fettgehalt von Käse sollte aber nicht unterschätzt werden!

Fette und Öle
Kaltgepresste Öle (z.B. Leinöl oder Lachsöl) ermöglichen es dem Tier, auch fettlösliche Vitamine zu verwerten.
Werden die Öle erhitzt (Braten etc.) werden die ungesättigten (oder mehrfach ungesättigten) Fettsäuren gesättigt und werden zu ungesunden Kalorienquellen.
Das Öl sollte nicht ranzig sein (auf Mindesthaltbarkeitsdatum achten) und lichtgeschützt aufbewart werden.

Folgende Öle eignen sich sehr gut als Futterbeigabe:
- Leinöl
- Nachtkerzenöl
- Fischöl (z.B. Lachsöl)
- Olivenöl
- Nussöl
- Lebertran (Vorsicht: nicht zu viel, sonst droht eine Vitaminüberversorgung!)

Schokolade
schmeckt jedem Hund .. mit Sicherheit - es ist ja auch eine Menge Zucker darin!
Das schadet nicht nur den Zähnen. Schokolade enthält außerdem “Theobromin”, ein für Menschen ungefährlicher
Wirkstoff, der aber für Hunde tödlich sein kann. Der menschliche Organismus hat ein Enzym, welches den Wirkstoff abbauen kann - dieses Enzym fehlt dem Hund (aber auch Katzen und Pferden). 200g Schokolade können für einen 10kg-schweren Hund bereits tödlich sein.
Aber vorsicht: auf die regelmäßige Gabe von kleineren Mengen Schokolade (hier und da ein Stückchen) ist sehr gefährlich, da der Wirkstoff nur schwer und langsam vom Organismus des Tieres ausgeschieden wird.

Wenn das Tier unbeobachtet eine hohe Menge Schokolade gefressen hat, treten bereits nach wenigen Stunden
Erbrechen und Durchfall ein.

Zittern, Koma, Herzrasen, Muskelkrämpfe und Lähmungen gehen einem schmerzhaften Tod durch Herzversagen voran. Bitte gehen Sie umgehend zum Tierarzt, wenn Ihr Tier zu viel Schokolade gefressen hat und ein oder mehrere Symptome auftreten, er kann das Tier zum Erbrechen bringen und/oder den Magen ausspülen.

Bei diesen Konsequenzen, fällt es einem schon etwas leichter, die nächste Tafel Schokolade allein zu essen, auch wenn der Hund bettelt, oder?

Zwiebel
Kaum einem Hund dürfte beim Anblick einer saftigen Zwiebel das Wasser im Mund zusammen laufen …
Ihr wird zwar eine parasitenwidrige Wirkung nachgesagt, aber die Zwiebel ist ein für Hunde hoch giftiges Gemüse!
Sie enthält (wie auch andere Allium-Gewächse) das schwefelhaltige Allylpropyldisulfid, welches die Hülle der roten
Blutkörperchen angreift und selbige zerstört. Dies kann zu Blutarmut führen (Anämie).

Mehr als 5g Zwiebel pro KG Körpergewicht Hund am Tag können tödlich sein (eine Zwiebel für einen kleinen Hund)!

Weitere Allium-Gewächse, die im Zusammenhang mit Hundeernährung mit Vorsicht zu genießen sind:
- Porree
- Knoblauch
- Schnittlauch
- Schalotte
- Bärlauch